Veranstaltungen 2024

18.04.2024 Vertreterversammlung Apfelstädt, Bürgerhaus
20.06.2024 Jahrestagung Apfelstädt, Bürgerhaus
02./03.07.2024 Jahrestagung der Deutschen Landsenioren Fulda
16.07.2024 Präsidiumssitzung mit den Vorsitzenden der Kreisvereinigungen Erfurt, Haus der Grünen Verbände
17.10.2024 Vertreterversammlung / Wahlversammlung Apfelstädt, Bürgerhaus

Buch zur Geschichte der Bauern in Thüringen

Das Buch stellt auf 304 Seiten die Geschichte der Bauern in Thüringen vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis in das zweite Dezennium der 2000er Jahre dar. Einen Schwerpunkt bildet die Entwicklung der Landwirtschaft im Großherzogtum Weimar-Sachsen-Eisenach.

Der Leser dieses Buches wird auf eine Vielzahl von interessanten, auch auf bisher kaum oder nur in Spezialveröffentlichungen behandelte Fakten stoßen. Dabei werden widersprüchliche Entwicklungen nicht ausgeklammert. Das betrifft sowohl den Bauernstand im Nationalsozialismus, in der Nachkriegszeit sowie in der DDR und nach der politischen Wende.

Thüringens Landwirtschaft verfügt über beeindruckende Traditionen im Ackerbau und in der Viehzucht, aber auch auf Besonderheiten, auf die im Buch eingegangen wird. Zu letzteren gehören die Realteilung mit nachhaltigen Auswirkungen für die Agrarstruktur oder die von großen Unterschieden geprägten Produktionsbedingungen in den Regionen vom Altenburger Land bis zum Eichsfeld, vom Harzvorland bis zum Schiefergebirge und der Rhön.

Die Verfasser, Hans-Joachim Lorenz und Dr. Bernd Unger, beschließen das Buch mit der Sorge um negative Folgen der modernen Landwirtschaft für den Berufsstand und das Leben im ländlichen Raum.

Mit der Neuauflage im Dezember 2021 dieses erstmals 2008 erschienenen Buches will der Landseniorenverband Thüringen e. V. einen Beitrag zur Vermittlung von Wissen über die Agrargeschichte Thüringens leisten.

Interessenten melden sich bitte beim Landseniorenverband Thüringen unter praesidium@landsenioren-th.de.

Buch Geschichte der Bauern TH

Eine 25-jährige Erfolgsgeschichte

Am 21. April 2022 feierte der Landseniorenverband Thüringen e.V. in Apfelstädt (Landkreis Gotha) sein 25-jähriges Bestehen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanskij, der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Klaus Wagner, die Vorsitzende des Landesseniorenrates, Hannelore Hauschild, sowie der Präsident der Deutschen Landsenioren e.V., Armin Müller ließen es sich neben weiteren Gästen nicht nehmen, ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen.

„Wir leben gerne in unseren Dörfern, weil durch die Dorfgemeinschaft, eine gute Nachbarschaft und den Zusammenhalt der Menschen das Leben im Dorf schön ist“, betonte Landseniorenpräsident Gerold Schmidt. Aber es gebe auch viele Fragen und Sorgen. Mit Unverständnis sehen viele Landseniorinnen und Landsenioren die Stilllegungen von landwirtschaftlichen Flächen angesichts des Hungers in der Welt. Auch die Probleme im ländlichen Raum beschäftigen die Menschen sehr. Sei es der öffentliche Nahverkehr, die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten oder die weiten Wege zum Arzt. Die im Alter abnehmende Mobilität sei gerade für die Menschen in den kleinen Dörfern ein echtes Problem. Der Landseniorenverband rief dazu auf, dass die gesamte Gesellschaft sich auf den zunehmenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung einstellen müsse und sie dürfe diese Menschen nicht vergessen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow erinnerte daran, dass Veränderungen zum Alltag gehören, dass zeige sich besonders gegenwärtig. Dieser Prozess müsse aktiv gestaltet werden. Der Dorfkonsum werde nicht wiederkommen, so der Politiker. Jetzt brauche es neue Ideen, besonders hinsichtlich der medizinischen Versorgung, der Kultur, des Umgangs mit Nahrungsmitteln oder des Nahverkehrs. Hier zähle er auch auf die Erfahrungen und das Fachwissen der Landseniorinnen und Landsenioren.
Als emotional unerträglich bezeichnete Ramelow die Tatsache, dass bei der Energie-Entlastungsprämie die Rentner vergessen wurden und man nicht einmal reagierte, als man das Versehen bemerkt hatte.

Auch die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanskij, stellte Fragen der Entwicklung des ländlichen Raumes in den Mittepunkt ihrer Grußrede. Mobilität bedeute auch Digitalisierung und dies sei besonders für die älteren Menschen von zunehmender Bedeutung. Sie verwies auf die 350 Projekte der Dorferneuerung, die 2021 trotz Pandemie durchgeführt wurden. Jetzt, so die Ministerin, sei es wichtig, neue Konzepte zu suchen und dazu die notwendigen Fördermittel zu sichern. Sie würdigte die guten Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Landseniorenverband sowie die vielfältigen Aktivitäten in den Dörfern. Dem schloss sich auch Bauernverbandspräsident Dr. Klaus Wagner an, der daran erinnerte, dass mit der Verbandsgründung vor 25 Jahren aus einer Idee eine Erfolgsgeschichte wurde. Die Landwirtschaft und der ländliche Raum bräuchten die Landsenioren. Der ländliche Raum falle oft in den öffentlichen Diskussionen und Zukunftskonzepten hinten runter. Als Beispiel nannte er die Förderung der Lastenfahrräder, das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV und den Breitbandausbau. Bauernverband und Landseniorenverband müssten die politischen Akteure immer wieder daran erinnern, die Menschen in den Dörfern nicht zu vergessen.

Hannelore Hauschild, Vorstandsvorsitzende des Landesseniorenrates Thüringen, bedankte sich bei den Landseniorinnen und Landsenioren für ihre aktive Arbeit und ihr engagiertes Mitwirken in der Seniorenarbeit. Sie hob die gute Zusammenarbeit mit dem Landesseniorenrat hervor und sicherte auch weiterhin ihre Unterstützung zu.

„Wenn man durch Thüringen fährt, dann sieht man, wie gepflegt das Land ist“, erklärte Armin Müller, Präsident der Deutschen Landsenioren e.V., der selbst Landwirt in Hessen ist. Das sei ein Verdienst der Landwirtschaft und darauf müsse man als Landwirt stolz sein. Er würdigte die Arbeit der Thüringer Landsenioren und verwies darauf, dass viele Teile der Bevölkerung sich weit vom ländlichen Raum entfernt hätten. Mobilität, so der Präsident, sei das A und O für das Leben im in den Dörfern und kleinen Städten.

Der Landseniorenverband nutzte die Festveranstaltung aktive Mitglieder mit der Ehrennadel des Verbandes auszuzeichnen. Durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung wurden 6 Seniorinnen und Senioren für ihr bürgerschaftliches Engagement das Ehrenamtszertifikat verliehen.

Seniorinnen und Senioren wollen mitgestalten

Der Landseniorenverband Thüringen führte am 21.10.2021 in Bösleben seine Vertreterversammlung mit der Neuwahl des Präsidiums durch. Gewählt wurden Gerold Schmidt als Präsident und die Präsidiumsmitglieder Karl Aschoff, Wolfgang Helmbold, Albert Seifert, Fritz Sitzenfrey und Dr. Siegfried Stenzel. Damit ist jede Region Thüringens im neuen Präsidium vertreten. Ausgeschieden ist aus Altersgründen das langjährige Präsidiumsmitglied Günter Halbauer.

Zu Beginn der Versammlung erläuterte Ministerialdirigent Dr. Ingo Zopf vom TMIL welche Ziele sich die EU, die Bundes- und Landesregierung für die künftige Agrarpolitik stellen und mit welchen Maßnahmen diese erreicht werden sollen. Eine ganze Reihe dieser Maßnahmen und Ziele, besonders hinsichtlich Pflanzenschutz, Düngung und Reduzierung der landwirtschaftlichen Produktion, stießen bei den Anwesenden auf Unverständnis und forderten eine z.T. emotional geführte Diskussion heraus. Einigkeit bestand darin, dass die Diskussion aktueller Themen vor allem mit landwirtschaftlichem und ländlichem Hintergrund wichtige Bestandteile des Verbandslebens sein müssen. 

Presidium Landsenioren

Die Ziele

Unter dem Motto: „Einander helfen – Freude erleben“ entspricht die Landseniorenbewegung den Bedürfnissen der älteren Menschen, die längere Lebenserwartung und bessere Gesundheit für ein erfülltes Miteinander im Kreise Gleichaltriger und Gleichinteressierter sinnvoll zu nutzen. So kommt der Landseniorenverband mit seinen Kreisvereinen einem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen der Selbstbetätigung und des sozialen Engagements nach.

Die Satzung des Landseniorenverbandes beschreibt die Ziele folgendermaßen:

Der Landseniorenverband Thüringen bezweckt die Förderung der Aufgaben seiner Mitglieder zum Wohl der älteren Menschen des ländlichen Raumes und nimmt die gemeinsamen Belange der Verbandsmitglieder unter voller Wahrung ihrer Selbstständigkeit auf ihren Aufgabengebieten wahr.

Dies geschieht insbesondere durch:

  • Information und Koordination der Arbeit der Mitglieder,
  • die Motivation der Mitglieder zu Veranstaltungen, die der sozialen Sicherung der im ländlichen Raum lebenden Menschen unter besonderer Berücksichtigung der Nachbarschaftshilfe und der Einbeziehung und Beteiligung behinderter Bürger dienen,
  • die Stärkung der Position seiner Mitglieder gegenüber anderen Institutionen, und den Aufbau und die Unterhaltung der Beziehungen zu Landseniorenvereinigungen und Landseniorenverbänden anderer Bundesländer sowie zu den Deutschen Landsenioren,
  • Gestaltung von Maßnahmen zur Förderung der Gemeinsamkeit und des Zusammengehörigkeitsgefühls sowie zur Beratung und Weiterbildung.

Die Kreisvereinigungen sind eigenständige eingetragene Vereine mit eigener Satzung.

Mitglied einer Kreisvereinigung der Landsenioren können alle über 60 Jahre alten Angehörigen der ländlichen Bevölkerung sowie die Bezieher von vorzeitigen Renten und Altersgeldern einschließlich ihrer Ehegatten sowie der Witwen und Witwer und mitarbeitenden Familienangehörigen werden.

Die Struktur

Der Landseniorenverband Thüringen wird von einem Präsidium geführt.
Präsident ist Gerold Schmidt aus Neustadt/Orla, OT Breitenhain.
Mitglieder des Landseniorenverbandes Thüringen e.V. sind die Kreisvereinigungen/Kreisverbände.

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