Landseniorenvereinigung Ilm-Kreis e. V.

Was wir 2024 vorhaben:

  • 18.01.2024 – 9:30 – Vorstandssitzung
  • 21.03.2024 – 9:30 – Vorstandssitzung
  • 24.04.2024 – 14 Uhr – Mitgliederversammlung, Bauernscheune Bösleben
  • 16.05.2024 – 9:30 – Vorstandssitzung
  • 05.06.2024 – Bildungsfahrt, Ziel und Details werden noch bekannt gegeben
  • 19.06.2024 – 8 Uhr – Flurfahrt Ilm-Kreis
  • 08.08.2024 – 9:30 – Vorstandssitzung
  • 28.08.2024 – 14 Uhr – Sommerfest, Bauernscheune Bösleben
  • 12.09.2024 – 9:30 – Vorstandssitzung
  • 02.10.2024 – 08 Uhr – Bildungsfahrt, Ziel und Details werden noch bekannt gegeben
  • 24.10.2024 – 9:30 – Vorstandssitzung
  • 27.11.2024 – 14 Uhr – Weihnachtsfeier, Bauernscheune Bösleben

Es ist weiterhin geplant, Veranstaltungen zu folgen Themen durchzuführen:
– Umgang mit dem Smartphone bzw Tablet,
– Verhalten im Straßenverkehr,
– Wie schütze ich mich vor dem Enkeltrick u.ä. Betrugsversuchen
– Heizungsumbau – was ist nötig? 

Für die Veranstaltungen, besonders die Bildungsfahrten, ist eine Anmeldung erforderlich.

Weihnachtsfeier im Ilm-Kreis

(06.12.2023) Auch in diesem Jahr trafen sich die Landseniorinnen und Landsenioren aus dem Ilm-Kreis wieder zur Weihnachtsfeier in der Bauernscheune in Bösleben. Doch vor der eigentlichen Feier gab es noch einen besonderen Höhepunkt. Der Vorsitzende der Landseniorenvereinigung, Bernhard Ernemann, gratulierte im Namen aller Mitglieder dem langjährigen Vorstandsmitglied Erich Peuckert zu seinem 100. Geburtstag. Ernemann dankte dem Jubilar für sein Engagement für die Landsenioren, der auf Vorschlag des Vorstandes in diesem Jahr das Ehrenamtszertifikat der Thüringer Ehrenamtsstiftung erhalten hat.
Nach Kaffee und Kuchen freuten sich alle auf den Auftritt der Kinder aus dem Kindergarten „Pfiffikuss“ Wüllersleben. Eine kleine Weihnachtsgeschichte hatten die Kinder mit ihren Kindergärtnerinnen einstudiert und die liebevoll gemachten Kostüme waren bestimmt die Arbeit der Eltern. Dafür bedankte sich Bernhard Ernemann am Ende bei den „Künstlern“ und einen Schokoladenweihnachtsmann gab es natürlich auch für jedes Kind. Mit stimmungsvoller Weihnachtsmusik begleitete Berthold Kellermann aus Schmiedefeld die Veranstaltung. WH

Landsenioren beim Tag der Vereine

(25.10.2023) Mehr als 30 Vereine aus dem Ilm-Kreis präsentierten sich am Samstag, dem 21.10.2023, in der Campussporthalle in Ilmenau den Besuchern. Vom Fanfarenzug über Heimatvereine, Modellbauer und Sportvereine bis zur Tanzschule gab es ein vielfältiges Angebot. Für Essen und Trinken sorgten die jungen Leute vom Kirmesverein Möhrenbach. Auch die Landseniorenvereinigung Ilm-Kreis e.V. stellte sich den zahlreichen Gästen vor und informierte über ihre Tätigkeit. Vorsitzender Bernhard Ernemann und die Vorstandsmitglieder Roland Süß und Wolfgang Helmbold beantworteten die vielen Fragen, die sowohl ältere als auch jüngere Besucher zur Arbeit des Landseniorenverbandes hatten. Die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders, lies es sich nicht nehmen, jeden Verein zu besuchen und wurde auch am Stand der Landsenioren herzlich begrüßt. André Lange, der für die Wahl zum Landrat kandidieren möchte, überzeugte sich ebenfalls von der vielfältigen Vereinsarbeit im Ilm-Kreis. WH

Sommerfest mit zahlreichen Gästen

(01.09.2023) Viel zu erzählen gab es als sich die Landseniorinnen und Landsenioren des Ilm-Kreises zum alljährlichen Sommerfest trafen. Auf dem Hof der Agrargenossenschaft Bösleben gab es Kaffee und Kuchen und zahlreiche Gäste waren zu den Landsenioren gekommen, so der Präsident des Landseniorenverbandes Thüringen, Gerold Schmidt, die Beauftragte der Landrätin des Ilmkreises für Gleichstellung und Seniorenarbeit, N. May, der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Bösleben, Ralf Gumpert, der Regionalgeschäftsführer des Thüringer Bauernverbandes, Martin Hirschmann, und weitere Gäste. Berthold Kellermann aus Schmiedefeld sorgte wieder mit seiner Musik für die richtige Stimmung. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Kindergartenkinder mit ihrem sehr schönen Programm und danach servierten die jungen Frauen von der Agrargenossenschaft, wie von vielen erwartet, die Böslebener Bratwurst. WH

 

 

Impressionen vom Sommerfest

Interesse an der Landwirtschaft ist ungebrochen

(30.06.2023) Am 28. Juni luden die Landseniorenvereinigungen Gotha und Ilm-Kreis zur Flurfahrt ein. Über 40 Mitglieder nahmen teil und wollten sich über die neusten Entwicklungen in den Betrieben und den Stand der Feldkulturen informieren.
Erster „Gast“ im Bus war Toralf Hildebrand, der Vorstandsvorsitzende der SON Agro GmbH in Sonneborn. Während der Fahrt durch die Feldflur gab er viele interessante Fakten zu den einzelnen Beständen der breit gefächerten Fruchtfolge auf den gut 2.000 Hektar Ackerland preis. Neben Winterweizen als wichtigster Kultur, baut der Betrieb Durum, Roggen, Sommer- und Wintergerste, Raps, Zucker- und Futterrüben, Winterackerbohnen, Mais und Luzerne an. Er gab auch einen Einblick in die verschiedenen Umweltprogramme, an denen sich das Unternehmen beteiligt, wie beispielsweise Blühflächen und Hamsterschutzstreifen. Ein Großteil der Ernte wird im Betrieb selbst eingelagert, erläutert Hildebrand, da die Betriebe der aufnehmenden Hand in Bad Langensalza und Gotha relativ weit entfernt sind. Von der Lagerkapazität konnten sich dann die Teilnehmer der Flurfahrt am Technikstützpunkt in Haina selbst überzeugen. Die drei neu errichteten Getreidesilos haben ein Lagervolumen von je 1.540 Kubikmetern und fassen 1.150 Tonnen Weizen bzw. 925 Tonnen Gerste. Der Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion liege zwar auf dem Marktfruchtanbau, erläutert Hildebrand, dennoch werden im Betrieb auch Tiere gehalten. Neben rund 1.000 Mutterschafen mit Nachzucht und 70 Ziegen, beschäftigt sich der Betrieb mit Putenmast. 10.000 Mastplätze stehen zur Verfügung. An der Putenhaltung führt aber derzeit kein Weg vorbei, ohne einen Abstecher in die aktuelle Agrarpolitik und die Vorhaben zur Putenhaltungs-Verordnung zu machen. Hier möchte Deutschland wieder in der Vorreiterrolle eine geringere Besatzdichte als in den anderen EU-Staaten durchsetzen, so Hildebrand, was zu Wettbewerbsverzerrungen und letztendlich zur Abschaffung der Putenhaltung in Deutschland führen dürfte.

Bis 2016 gehörte auch noch die Milchproduktion zum Betriebsspektrum. Die ehemaligen Milchviehställe sind heute an den Nachbarbetrieb, die Marblelution GmbH, verpachtet. Rinder stehen noch immer in den Ställen, allerdings nicht mehr zur Milchgewinnung. Ganz besonderes Fleisch wird jetzt dort mit Wagyu-Rindern erzeugt. Betriebsleiter Robert Becker erläutert die Besonderheiten dieser Rasse, die ihren Ursprung in Japan hat und die durch die besondere Marmorierung des Fleisches 60 bis 70 Prozent Edelteile im Schlachtkörper aufweist. Die 650 Mutterkühe im Thüringer Betrieb dienen ausschließlich der Zucht, auch mittels Embryonentransfer. Die Kälber werden mit sechs Monaten an Partnerbetriebe zur Mast bis zum Alter von 36 Monaten übergeben.

Nach einem Rundgang durch die Stallanlagen und einem Weide-Stopp, geht es schon zum nächsten Landwirtschaftsbetrieb. Auf dem Technikstützpunkt des Landwirtschaftlichen Zentrums „Hörseltal“ e.G. Mechterstädt empfangen die Vorstände Jochen Zellmann, Elke Heinze und Jörg Lewin die Reisegruppe. Zellmann gibt einen Rückblick auf die Entwicklung des Unternehmens und informiert über die aktuelle Situation. Von Anfang an habe man in Mechterstädt auf die Direktvermarktung gesetzt, zunächst im kleinen Rahmen. Inzwischen hat sich dieser Betriebsteil mit fünf Filialen und einer EU-zertifizierten Metzgerei zu einem wichtigen Standbein gemausert. Die Tierhaltung ist auch in diesem Unternehmen geschrumpft. Die Milchhaltung wurde 2021 eingestellt. Ebenso die Sauenhaltung. Jetzt werden Läufer aus Thüringen zugekauft und gemästet, im Umfang der eigenen Direktvermarktung. Ein weiteres wichtiges Standbein ist die Biogaserzeugung, erfahren die Besucher beim Rundgang durch die große Biogasanlage. 2019 wurde ein zweites BHKW gebaut, um an der Flexibilisierung teilnehmen zu können. Auf der Suche nach einer Möglichkeit für die Wärmenutzung sei man auf das Verfahren der Gärresttrocknung gestoßen und habe sich überzeugen lassen, berichtet Zellmann. Der Vakuum-Kondenstrockner fasst 19.000 Kubikmeter und reduziert den Wassergehalt der Gärreste um 50 Prozent. Das bringt Vorteile hinsichtlich der Lager- und Ausbringungskapazitäten. Eine ausführliche Rundfahrt durch die Feldflur der Mechterstädter rundete den Einblick in die Landwirtschaft ab.

Der interessante Tag klang mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken am Stausee Friemar in gemütlicher Runde aus. BW

Erlebnis mit Bergkirche und Stausee

(16.06.2023) Zwei Reisebusse waren nötig, damit alle Interessierten zur ersten Fahrt in diesem Jahr mitfahren konnten. Ziel war der Saale-Orla-Kreis mit der Bergkirche St. Marien in Schleiz und dem Bleilochstausee.

Mit einem interessanten Vortrag informierte der Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Schleiz, Jürgen Klimpke, die Seniorinnen und Senioren über die Geschichte der Bergkirche. Sie bestand schon zu Zeiten des Deutschritter Ordens, wurde im Laufe der Jahre verwüstet, einige Mal restauriert und saniert. Sie ist auch Grabstätte der Fürsten von Reuß und weiterer Persönlichkeiten aus dem ehemaligen Fürstentum. Besonders beeindruckend sind der prunkvolle Altar, die Bildnisse von Melanchton, Hus und Luther und einer Vielzahl von Porträts Schleizer Superintendenten an den Wänden des Chorraumes, die Deckenmalerei sowie das Burgksche Epitaph. Einhellig war die Meinung der Besucher, dass sich der Besuch gelohnt hat und dass sie einen bleibenden Eindruck mit nach Hause nehmen.

Nach dem Mittagessen im Restaurant des Hotels „Kranich“ in Saalburg begann die Schifffahrt auf dem Bleilochstausee. Bei sonnigem, leicht windigem Wetter konnten alle die kaum überschaubare Größe dieser Anstauung der Saale erleben. Auf dem Heimweg durch den Naturpark „Thüringer Schiefergebirge Obere Saale“ über Gahma, Leutenberg und durch das Sormitztal nach Saalfeld, sah man aber auch die großen Waldschäden, die die Trockenheit der letzten Jahre und der Borkenkäferbefall verursacht haben.

Die Fahrt war für die Landseniorinnen und Landsenioren sowohl ein tolles Erlebnis, vermittelte aber auch neues Wissen über die Geschichte Ostthüringens. EP/WH

Mit zahlreichen Vorhaben ins Jahr 2023

(28.4.2023) Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres konnte Vorsitzender Bernhard Ernemann für die Landseniorenvereinigung des Ilm-Kreises ziehen. Sämtliche Fahrten, Schulungen und Versammlungen, die man sich vorgenommen hatte wurden durchgeführt. Höhepunkte waren das Sommerfest, eine Fahrt durch das Schwarzatal und eine Flurfahrt bei Betrieben im Kreis Gotha sowie die jährliche Weihnachtsfeier. Mitglieder, die durch Krankheit o.ä. verhindert waren, an den Veranstaltungen teilzunehmen, wurden durch Vorstandsmitglieder aufgesucht und ein kleines Präsent übergeben. Wir wollen auch mit diesen Mitgliedern den Kontakt halten und uns um sie kümmern, betonte der Vorsitzende. 2023 soll dieser Teil der Seniorenarbeit noch verstärkt werden.
Auch 2023 sind wieder eine Reihe Veranstaltungen geplant. So sind wieder 2 Fahrten, eine Flurfahrt, das Sommerfest und die Weihnachtsfeier sowie ein Schulungskurs zum Umgang mit dem Smartphone vorgesehen. Diese umfangreichen Aktivitäten würdigte auch die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders, die es sich seit Jahren nicht nehmen lässt, die Landsenioren zu Veranstaltungen zu besuchen. Sie informierte, dass im Ilm-Kreis ein Seniorentag vorbereitet wird, an dem auch Möglichkeiten zum Meinungsaustausch mit Politikern gegeben sein werden. Ein Problem sieht die Landrätin bei der Pflege. Notwendige Pflegemaßnahmen können eine Reihe Seniorinnen und Senioren nicht von ihrer Rente bezahlen. Immer mehr Senioren würden Anträge auf Unterstützung stellen. Hier müsse dringend etwas bei der Finanzierung der Pflegeleistungen getan werden.

Ralf Gumpert informierte die Mitglieder sehr umfangreich über die Entwicklungen und Probleme in der Landwirtschaft. Sehr interessiert verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen über die Marktentwicklungen und deren Konsequenzen, wobei die politischen Rahmenbedingungen, die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften immer wieder auf Unverständnis treffen.

Den meisten Beifall erhielten dann die Kinder vom Kindergarten „Pfiffikus“ aus Wüllersleben als sie ihr Singspiel von der Vogelhochzeit aufführten. Vielen Seniorinnen und Senioren das Herz auf, als die Kleinen unbeschwert und mit Freude sangen und tanzten. Einige erkannten unter den Verkleidungen auch ihre Enkel und Urenkel und freuten sich deshalb umso mehr über die gelungene Darbietung.  WH